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Unsere Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) findet in stationären Einrichtungen, z.B. in Jugendeinrichtungen/Offenen Türen sowie in offenen Treffs, in aufsuchender und mobiler Form statt. Wir bieten jungen Menschen Freiräume und geben ihnen Raum für Erfahrungen und Selbstbildung. Wir helfen bei der Organisation sinnvoller Freizeitgestaltung und bei gesellschaftlichen Herausforderungen. Weitere Informationen zum Fachbereich
Kreativ, bunt und nachhaltig: Im Jugendzentrum JuZe4Teens fanden 2025 gleich zwei Graffiti-Workshops im Rahmen des Kulturrucksack NRW statt. Kinder und Jugendliche gestalteten Räume, Kleidung und Taschen – und setzten dabei ihre eigenen Ideen kunstvoll in Szene.
Graffiti trifft Jugendkultur – Kreative Selbstverwirklichung im JuZe4Teens
Auch im Jahr 2025 drehte sich im Jugendzentrum JuZe4Teens wieder alles um Kreativität, Ausdruck und Gemeinschaft.
Im Rahmen des Kulturrucksack NRW fanden gleich zwei Graffiti-Projekte statt, bei denen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit hatten, neue künstlerische Techniken kennenzulernen und ihre eigenen Ideen sichtbar zu machen. Ziel des Projekts war es, jungen Menschen Raum für kreative Selbstverwirklichung zu bieten, ihre Persönlichkeit durch Kunst auszudrücken und gleichzeitig den bewussten Umgang mit Materialien zu fördern.
Unter pädagogischer und künstlerischer Anleitung entwickelten die Teilnehmenden eigene Entwürfe, erprobten verschiedene Sprühtechniken und setzten ihre Motive in Teamarbeit um. Dabei wurden nicht nur Kreativität und handwerkliches Geschick, sondern auch Selbstständigkeit, Sprache, Teamfähigkeit und Nachhaltigkeitsbewusstsein gestärkt.
Projekt 1: Graffiti im Jugendzentrum – Sommerferien 2025
Vom 05. bis 08. August 2025 verwandelte sich das JuZe4Teens in ein buntes Atelier. Insgesamt 14 Kinder und Jugendliche nahmen am viertägigen Workshop teil. Besonders war in diesem Jahr, dass der Medienraum des Jugendzentrums gemeinsam neugestaltet wurde – und auch Besucher*innen des offenen Bereichs spontan mitmachen konnten.
Diese offene Struktur sorgte für eine lebendige, inklusive Atmosphäre, in der feste Teilnehmende und spontan Mitmachende gleichermaßen voneinander lernten. Nach einer Einführung durch den Künstler Marcel Prescha (marcel_rymone) in die Geschichte der Graffiti-Kultur und Sicherheitsaspekte des Sprayens entwarfen die Jugendlichen eigene Skizzen, diskutierten Gestaltungsideen und brachten sie anschließend auf die Wand.
Entstanden ist ein farbenfrohes Gesamtkunstwerk, das den Zockerraum nachhaltig verschönert und den Jugendlichen das Gefühl gibt, ein Stück ihrer eigenen Identität im Jugendzentrum zu hinterlassen.
„Das Beste war, dass wir einfach ausprobieren durften“, erzählte ein Teilnehmer stolz. Diese kreative Freiheit, kombiniert mit professioneller Begleitung, machte den Workshop zu einem echten Highlight der Sommerferien.
Projekt 2: Graffiti und Upcycling – Herbstferien 2025
Im zweiten Workshop, der vom 14. bis 17. Oktober 2025 stattfand, stand das Thema „Upcycling“ im Mittelpunkt. Zwölf Jugendliche gestalteten alte Kleidung, Schuhe und Jutebeutel neu – mit Spraytechniken, Schablonen und Textilfarben.
Neben der künstlerischen Gestaltung lernten die Teilnehmenden durch den Künstler Dirk Schmidt (cptn.kirk77), wie sich Nachhaltigkeit und Kreativität verbinden lassen. Aus scheinbar alten oder ausgedienten Materialien entstanden individuelle Kunstwerke, die sowohl Ausdruck von Persönlichkeit als auch ein Statement für umweltbewusstes Handeln waren.
Gerade ältere Jugendliche zeigten großes Interesse an diesem Ansatz, der Kunst in den Alltag integriert und gleichzeitig ein Zeichen gegen Wegwerfmentalität setzt.
Fazit
Mit den beiden Graffiti-Projekten 2025 gelang es dem JuZe4Teens erneut, jungen Menschen kreative Erfahrungsräume zu eröffnen, Selbstbewusstsein zu stärken und nachhaltige Denkweisen zu fördern.
Das Jugendzentrum wurde durch die entstandenen Kunstwerke nicht nur optisch bereichert, sondern auch symbolisch – als Ort, an dem Jugendliche Spuren hinterlassen, Gemeinschaft erleben und ihre Zukunft mitgestalten.
Haus der Jugend - Osterfreizeit Föhr - „Gemeinschaft erleben – Jugendliche der OT Haus der Jugend auf Föhr“
Jugendreise nach Wyk auf Föhr als Erfahrungsraum für Selbstständigkeit und Gemeinschaft
Raus aus dem Alltag, rein in die frische Meeresluft: In den Osterferien 2025 brachen 21 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren zu einer Freizeit auf der Nordseeinsel Föhr auf. Was zunächst wie klassischer Urlaub klingt, wurde schnell mehr – eine Zeit für neue Freundschaften, für Selbstständigkeit und gemeinsames Erleben. Organisiert von der offenen Kinder- und Jugendeinrichtung OT Haus der Jugend und gefördert durch den Pfarrverein Zur Heiligen Familie wurde die Reise zu einem Erfahrungsraum, der über schöne Erinnerungen hinaus Spuren hinterlässt.
„So lange war er noch nie alleine unterwegs“, sagte eine Mutter beim Abschied am Kölner Hauptbahnhof. Für viele Familien war es der erste Moment des Loslassens – für die Kinder und Jugendlichen ein bedeutender Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Ob das selbstgepackte Gepäck, die Orientierung im fremden Umfeld oder die Verantwortung für den eigenen Tagesablauf: All das wurde im geschützten Rahmen dieser Reise mit pädagogischer Begleitung ausprobiert.
Untergebracht war die Gruppe in einer freundlich geführten Jugendherberge, nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt. Das malerische Nordseestädtchen Wyk auf Föhr bot mit der kilometerlangen Promenade, dem Fischmarkt, dänischem Eis und den typischen Reetdach-Häusern einen besonderen Rahmen für die Freizeit: maritim, überschaubar und zugleich voller kleiner Entdeckungen.
Ob beim Bummeln durch die Gassen oder beim Sonnenuntergang am Meer – es gab viele Gelegenheiten, Inselatmosphäre zu erleben und einfach mal durchzuatmen.
Das Programm vor Ort bot eine ausgewogene Mischung aus Aktivität und Freiraum: Vom Bernsteinschleifen über Strandspiele und Kartfahren bis zu gemütlichen Abenden im Gruppenraum konnten die Teilnehmenden nicht nur neue Erfahrungen sammeln, sondern auch mitentscheiden. „Ich fand’s cool, dass wir entscheiden durften, worauf wir Bock hatten“, sagte ein 15-jähriger Teilnehmer. Diese Mitbestimmung war kein Zufall, sondern Ausdruck des pädagogischen Konzepts: Jugendlichen Freiräume ermöglichen und sie ernst nehmen in ihren Bedürfnissen.
Im Zentrum der Reise stand auch das soziale Miteinander. Freundschaften wurden geknüpft, neue Kontakte entstanden über Altersgrenzen hinweg. Die Atmosphäre war offen, respektvoll und zugewandt – geprägt von gegenseitiger Unterstützung und einem wertschätzenden Umgang. Besonders im gemeinsamen Alltag zeigte sich, wie die Gruppe zusammenwuchs: beim Spielen, Reden oder einfach beim entspannten Zusammensein im Gruppenraum. Dieser wurde schnell zum Lieblingsort vieler Teilnehmenden – ein Platz für Gemeinschaft, Gespräche und kleine Pausen vom Programm.
Neben Spaß und Zusammenhalt war für viele auch die individuelle Freiheit von Bedeutung – das Bewusstsein, eigene Bedürfnisse äußern zu dürfen und Rückzugsräume zu haben. Dieses Vertrauen prägte die gesamte Freizeit und stärkte das Gefühl, ernst genommen zu werden und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
Für die pädagogischen Mitarbeitenden war genau das einer der zentralen Erfolge der Fahrt:
„Wir haben erlebt, wie Jugendliche Verantwortung übernehmen, füreinander da sind und eigene Entscheidungen treffen. Genau das macht solche Freizeiten so wertvoll – sie schaffen echte nachhaltige Lernräume fürs Leben.“
(Dirk Volmer, Einrichtungsleitung OT Haus der Jugend)
Dank der Förderung des Pfarrvereins Zur Heiligen Familie wäre für einige Teilnehmende eine solche Reise sonst finanziell nicht möglich gewesen. Die Unterstützung schuf für viele Kinder und Jugendliche die Chance, neue Erfahrungen zu machen und Erlebnisse zu teilen, die ihnen sonst verwehrt geblieben wären.
Was bleibt, ist mehr als eine Erinnerung an Strand und Spiele. Die Jugendlichen kehrten mit gestärktem Selbstbewusstsein zurück, mit dem Gefühl, Verantwortung getragen zu haben, Freundschaften geschlossen zu haben – und vor allem: Teil einer echten Gemeinschaft gewesen zu sein.
„Ich hab‘ gemerkt, dass ich mehr kann, als ich dachte“, fasste ein 12-jähriger Teilnehmer zusammen.
Der Dank gilt dem Pfarrverein Zur Heiligen Familie, der nicht nur eine Freizeit ermöglichte, sondern einen Erfahrungsraum, der Jugendlichen guttut – besonders in einer Zeit, in der echte Begegnungen und vertrauensvolle Räume selten geworden sind.
Zehn Jahre Support51 – zehn Jahre offene Tür zum Zuhören, Kickern, Tischtennis spielen, Kochen, Beraten und für unzählige Begegnungen - und besonders 10 Jahre echte gelebte Inklusion und Demokratieerziehung.
Was 2015 als Verbundseinrichtung und Zweigstelle für die Area51 in Buchforst und die TeeNTown in der Stegerwaldsiedlung begann, ist im Laufe der Jahre zu einem wichtigen Ort im Stadtteil Köln-Mülheim geworden. Das Support51 ist ein Platz, an dem man einfach sein darf, wo man gesehen wird, wo Ideen wachsen dürfen und Partizipation und Teilhabe gelebt werden.
Unser 10-jähriges Bestehen wurde natürlich gefeiert. Das Fest war wie die Besucher*innen und die Einrichtung selbst- bunt und offen. Es waren ungefähr 150 Menschen vor Ort, um die Jugendlichen, die Inklusion und das Support51 zu feiern und sichtbar zu machen.
Das Jubiläumsfest feierten wir mit aktuellen Besucher*innen, vielen Ehemaligen, Unterstützer*innen, Kooperationspartner*innen, wie unsere Kolleg*innen vom anyway e.V. und der Lebenshilfe Köln e.V., sowie zahlreichen Personen aus , Politik und Verwaltung. Zu unserem Glück durften wir den Bürgermeister Dr. Ralf Heinen und den Stadtratskandidaten Hüseyin Karabacak bei uns begrüßen.
Es gab Musik, gutes Essen, jede Menge gute Stimmung und schöne Begegnungen. Das Fest war ein voller Erfolg, welches besonders von den Jugendlichen als „schöner Tag, an dem man gesehen wurde“ reflektiert wurde.
Trotzdem lag über der Freude auch ein Hauch Wehmut. Ende 2024 wurde das Support51 durch die starken Kürzungen der Stadt Köln im Bereich der sozialen Zuschüsse stark getroffen, so dass eine komplette Fachkraftstelle weggefallen ist und die Einrichtung nur noch eine Stelle hat.
Eine Nachricht, die das Team und viele benachteiligte junge Menschen, im Besonderen Jugendliche mit Handicap, besonders stark getroffen hat. Gerade weil die Einrichtung in einem Stadtteil liegt, in dem verlässliche Freizeit – und Beratungsangebote so wichtig sind, ist dieser Schritt schwer nachvollziehbar und im hohen Maße demokratiegefährdend. Der Wegfall dieser Stelle hat weitreichende Konsequenzen für die Kinder und Jugendlichen im Stadtteil Mülheim und verwehrt ihnen den kontinuierlichen und dringend benötigten Zugang zu Hilfsangeboten.
Und doch war dieses Fest kein Abschiedsfest – sondern ein Zeichen von Zusammenhalt und Stärke. Von dem, was die letzten 10 Jahre gelebt wurde. Was die Jugendlichen sich dort aufgebaut haben- und was erhalten werden muss. Damit unsere Gesellschaft so bleibt, wie das Support51.
Offen und bunt.
Vom 13. bis 18. Oktober 2024 fuhren Besucher*innen im Alter von 15 bis 19 Jahren der Jugendeinrichtungen TeenTown, Area 51, Support51 und HB 51 nach Berlin.
Abfahrt Sonntag 9:48 Uhr in Köln – Mit gepackten Koffern und voller Erwartung auf ein neues Abenteuer begann die Fahrt mit dem ICE in die Hauptstadt. 40 Jugendliche waren am Start und für viele war es das erste Reisen ohne Eltern. Auf die traditionelle Berlinfahrt, von denen die älteren Jugendlichen ihnen in den vergangenen Jahren so oft vorgeschwärmt hatten, haben sie sich schon lange gefreut.
Gleich am ersten Abend, nachdem die Zimmer bezogen waren, erkundeten die Jugendlichen mit den Betreuenden das nächtliche Berlin bei einem Spaziergang vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor. Ganz toll: Zufällig war das „Festival of Lights“ in vollem Gange! Die Hauptsehenswürdigkeiten erstrahlten in den buntesten Farbanimationen, dazu erklang musikalische Begleitung. Die Stadt war voller Leben. Dadurch kam direkt das richtige Weltstadt-Feeling auf – aber auch Respekt vor der pulsierenden Metropole.
Am nächsten Tag folgte die Gruppe der Einladung von Prof. Dr. Lauterbach in den Bundestag. Dort konnten die Jugendlichen einen wertvollen Einblick in die Arbeit des Parlaments erhalten. Denn: In allen Einrichtungen der KJA Köln stehen Partizipation und Demokratiebildung ganz oben auf der Agenda.
Auch die nächsten Tage stand Sightseeing als erstes auf dem Plan. Bei einer Bootstour auf der Spree konnte nochmals ein toller Überblick über die Stadt und ihre Möglichkeiten gewonnen werden. Genauso beim abendlichen Ausflug auf den Fernsehturm – dem höchsten Bauwerk der Bundesrepublik. Es war eine gute Gelegenheit zum Staunen und Selfies machen, auch wenn einigen in über 300 Metern Höhe doch etwas mulmig wurde.
Die Sportbegeisterten kamen bei einem Ausflug in das Olympiastadion auf ihre Kosten und konnten den DFB-Pokal im Original bestaunen. Nebenbei gewannen sie dort einen tiefen Einblick in die schrecklichen Strukturen und Wertvorstellungen der nationalsozialistischen Diktatur.
Vielfach bot sich die Möglichkeit, in kleinen Gruppen selbständig loszuziehen und die Hauptstadt Deutschlands auf eigene Faust zu erleben: Shopping in den großen Malls, Kennenlernen von Berliner Jugendlichen in den Kiezen, wie Kreuzberg oder Wedding, oder auch das Ausprobieren der kulinarischen Vielfalt, die Berlin zu bieten hat.
Am Abend fand sich die gesamte Gruppe wieder zusammen, um beim gemeinsamen Essen in den trendigen Lokalen von den Erlebnissen zu berichten und sich auszutauschen. In diesem Jahr wurden die Jugendlichen selbst zu Reiseführer*innen, indem sie vorher bei der Jugend angesagte Restaurants recherchierten und die Gruppe dorthin führten und in die Preisverhandlung einstiegen. Selbstredend durfte auch der Besuch der Jugendparties in der Matrix, Berlins angesagtem Szeneclub, nicht fehlen, denn Tanzen macht gute Laune.
In den OTs werden noch regelmäßig Geschichten und Erfahrungen aus Berlin erzählt und wie sehr es die Teilnehmenden genossen haben, endlich mal wieder etwas zu erleben. Viele Jugendlich wollen auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder mit! Die Fahrt konnte dank Unterstützung der Stadt Köln (Bezirksvertretung), der Stiftung „Dein Zuhause hilft“, dem Förderverein Pro HöVi, der Stiftung „Dein Herz lacht“, dem Stadtdechanten und dem Kinder- und Jugendhilfefonds der KJA Köln durchgeführt werden. Herzlichen Dank für die finanzielle Unterstützung, ohne die diese bleibenden Erinnerungen nicht möglich gewesen wären.
Mit 21 OT-Besucher*innen im Alter von 12 bis 17 Jahren starteten wir dieses Jahr mit Zug und Fähre zu einer unvergesslichen Osterfreizeit auf die Nordseeinsel Föhr. Die einwöchige Reise, organisiert von der OT (Offene Tür) Haus der Jugend in Köln-Höhenhaus, bot nicht nur Abenteuer und Erholung, sondern zeigte auch eindrucksvoll die Stärke und Bedeutung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.
Die Gruppe, die sich aus jungen Menschen mit vielfältigen kulturellen, familiären und ökonomischen Hintergründen zusammensetzte, spiegelte die Diversität der Stadtteile Höhenhaus und Dünnwald wider. Untergebracht waren wir in der familiären Jugendherberge Wyk auf Föhr mit direktem Zugang zum Strand, einem Bolzplatz vor der Tür und großzügigen Gruppenräumen, wie einem Aufenthaltsraum mit Tischtennis und Kicker, und bot damit die perfekte Basis für die Freizeit. Sie schaffte nicht nur einen sicheren und gemütlichen Rahmen, sondern auch reichlich Platz für gemeinsame Aktivitäten und Entspannung. Das Programm war ebenso vielfältig wie die Gruppe selbst. Zu den Highlights gehörten eine Inselrundfahrt, ein Vortrag über die biologische Vielfalt der Insel, Bernstein schleifen, ein Nachmittag auf der Kegelbahn nur für uns, Kart fahren und Ausflüge in die wunderschöne Inselstadt Wyk. Besonders stolz waren wir darauf, dass die Jugendlichen bei vielen Aktivitäten Eigeninitiative zeigten: Ausflüge mit dem Rad oder zu Fuß in das Inselstädtchen oder zum Mittagessen in das Pfannkuchen-Haus wurden eigenverantwortlich und unabhängig organisiert. Diese Erfahrung half den Jugendlichen, Selbstständigkeit zu entwickeln und ihre persönlichen Fähigkeiten zu stärken.
Besonders beeindruckend war die Dynamik innerhalb der Gruppe. Durch die gemeinsamen Erlebnisse entstanden enge Freundschaften und viele Jugendliche wuchsen über sich hinaus. Die Freizeit bot nicht nur Spaß, sondern auch einen Raum, um neue Lebenskompetenzen zu entwickeln und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Zurück in Köln brachte ein 14-jähriger Teilnehmer die Stimmung der Osterfahrt auf den Punkt:
„Das war die beste Zeit meines Lebens!“
Die Jugendfreizeit der OT wurde maßgeblich durch die finanzielle Unterstützung des Pfarrvereins der Kirchengemeinde Zur Heiligen Familie in Köln-Höhenhaus ermöglicht. Dank dieser Förderung konnte sichergestellt werden, dass auch Jugendliche mit wenig finanziellen Mitteln die Möglichkeit zu Urlaub und Erholung erhalten. So wurde für sechs Teilnehmende mit Köln-Pass ein stark reduzierter Beitrag angeboten. Diese gezielte Förderung unterstreicht den integrativen Ansatz, der in der Offenen Arbeit eine zentrale Rolle spielt. Besonders erfreulich ist, dass die finanzielle Unterstützung des Pfarrvereins auch für die Osterfahrt 2025 zugesichert wurde, trotz steigender Kosten. Die Beliebtheit und der Bedarf des Angebots wurden erneut deutlich: Die OT-Osterfahrt für 2025 war innerhalb von zwei Wochen komplett ausgebucht.
Die Rückmeldungen von Jugendlichen, Betreuenden und Eltern waren durchweg positiv. Viele beschrieben die Freizeit als prägend und bestärkend – eine Erfahrung, die über den Alltag hinausgeht und soziale Integration fördert. Auch für den Alltag der OT Haus der Jugend sind Freizeiten, wie die Osterfahrt, ein wichtiger Bestandteil für die Stärkung der Beziehungsarbeit zwischen Mitarbeitenden und Jugendlichen, die weitere Prozesse ermöglicht.
Die OT-Osterfahrt nach Föhr ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Offene Jugendarbeit Jugendliche aus unterschiedlichen Lebenswelten zusammenbringt, soziale Kompetenzen stärkt und unvergessliche Erlebnisse schafft. Mit der Unterstützung des Pfarrvereins blicken wir mit Vorfreude auf das nächste Jahr und darauf, weiterhin jungen Menschen wertvolle Erfahrungen ermöglichen zu können.
Seit dem letzten Jahr schmückt ein herrlich grünstrahlender Kunstrasenplatz das Außengelände der Kinder- und Jugendeinrichtung TeeNTown. Als zentraler Treffpunkt der Siedlung für Kinder und Jugendliche spielen sie dort über die ganze Woche hinweg gemeinsam. Einige nutzen ihn sehr diszipliniert, um ihrem Traum, Fußballprofi zu werden, ein Stück näher zu kommen. Darüber hinaus fand in diesem Frühjahr auch wieder der traditionelle Stegerwaldcup auf dem neuen Kunstrasen statt. Bei diesem Fußballturnier spielten Kinder aus der Katholischen Grundschule Horststraße, der Montessori Grundschule Ferdinandstraße und TeeNTown um den heißbegehrten Pokal. Auch in regelmäßigen Angeboten fanden immer wieder kleine Turniere statt.
Mit dem sehr robusten und spieltauglichen Untergrund trotzt der beliebte Kunstrasen allen Wetterbedingungen. So lassen sich die motiviertesten auch nicht von Wind und Wetter abhalten. Ab diesem Jahr heißt es sogar: „Schluss mit Winterpause!“
Mit dem letzten Teil der Spenden für die Errichtung des Kunstrasenplatzes war im April 2024 das Stadionfeeling komplett: Mit vier Flutlichtmasten wurde der gesamte Platz ab Sonnenuntergang beleuchtet, sodass der Leidenschaft vieler Kinder und Jugendlichen in und um die Stegerwaldsiedlung – Fußball – nichts mehr im Wege steht.
Am Samstag vor der letzten Sommerferienwoche 2023 standen 50 Jugendliche Schlange vor dem Gelände des Kanu-Clubs Grün-Gelb Köln e.V.
Um 14:00 Uhr startete das traditionelle Outdoor Action Camp der KJA Köln in Kooperation mit der Lebenshilfe Köln!
Nach der Anmeldung erfolgte der Startschuss unserer Camp-Woche mit Kennenlernen und unterschiedlichen Spielen. Anschließend ging es in die Zeltverteilung. Alte Bekanntschaften vom vorherigen Jahr, aber auch neue Bekanntschaften haben sich in die Zelte aufgeteilt und eingerichtet.
Das Tagesprogramm war traditionell mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten gestaltet. Die Teilnehmenden hatten täglich die Wahl zwischen der Beteiligung an Ausflügen oder dem Verweilen auf dem Gelände.
Highlight der Ausflüge war in diesem Jahr das Segeln. Beim Segelclub SFBEH e.V. Zülpich konnten die Jugendlichen das Segeln kennenlernen. In kleinen Gruppen wurden die Teilnehmenden von Segellehrer Günni angeleitet. Für die anderen, die an Land geblieben waren, gab es die Möglichkeit, Stand-Up-Paddeln auszuprobieren oder an Land Spiele zu spielen. Gemeinsam wurde vor Ort zu Mittag gegrillt.
Auf dem Platz konnten sich die Teilnehmenden dieses Jahr wieder im Kistenklettern ausprobieren. Auch das Kreativprogramm kam nicht zu kurz und es war ausreichend Zeit für Spiel und Entspannung.
Von Donnerstag auf Freitag hatten wir wieder einen Ehrengast zu Besuch.
Wie 2021 versprochen, besuchte uns der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Köln, Andreas Wolter.
Er blieb mit uns eine Nacht im Camp. Während der gemeinsamen Zeit fand ein Turnier in Bogenschießen statt: das Team Wolter (mit Betreuer*innen) gegen das Team der Jugendlichen.
Mit hoher Konzentration und Präzisionsarbeit haben die Jugendlichen die Herausforderung gewonnen!
Nach dem Turnier war ausreichend Zeit, mit Andreas Wolter zu sprechen und auch beim späteren Bingo-Abend war Gelegenheit, sich besser kennenzulernen.
Das Wetter hat es dieses Jahr gar nicht gut mit uns gemeint – sieben volle Regentage machten den Platz mehr und mehr zur Matschgrube. Das trübte aber wenig die Abenteuerlust! Trotz sintflutartiger Regengüsse hatten alle Teilnehmenden riesig Spaß und gute Laune! Die Jugendlichen segelten trotz des nassen Wetters, waren Wasserski fahren oder im Freibad.
Auch das abendliche Programm kam nicht zu kurz: Neben dem täglichen Lagerfeuer gab es einen traditionellen Casinoabend mit alkoholfreien Slush- Cocktails sowie zwei wetterbedingte Kino-Nächte und einen gemeinsamen Bingo-und Quiz-Abend, bei denen alle fleißig mitfieberten. Highlight und Abschluss war wie immer natürlich die Disco am Freitagabend – bei der bis morgens um 0 Uhr gefeiert wurde!
Nach acht abenteuerlichen Tagen ging das Action Camp mit einem gemeinsamen Frühstück zu Ende. Alle Teilnehmenden fuhren müde, aber glücklich mit vielen schönen Erinnerungen nach Hause.
Bolzen verbindet Pänz aus aller Welt in der Stegerwaldsiedlung. Und das schon seit Generationen.
Auf dem Bolzplatz der Jugendeinrichtung TeeNTown in Köln-Mülheim treffen sich täglich viele Kinder und Jugendliche, am Wochenende oft auch mal mit der ganzen Familie. Sie alle teilen die gleiche Leidenschaft, aber auch seit langem den selben Traum: „einen Kunstrasen auf unserem Bolzplatz“ – Wie schön wäre es, endlich nicht mehr in Pfützen oder in staubiger Luft spielen zu müssen?
Auch Fußballprofi Marcel Risse, der im Grundschulalter selbst in der Stegerwaldsiedlung wohnte und auf dem Bolzplatz seine ersten Freistöße und Flanken trat, konnte den Traum nachvollziehen. Er unterstütze die Initiative der KJA Köln, den Platz sanieren zu lassen.
Marcel Risse rief alle Kölner*innen auf, seinem Beispiel zu folgen.
„Jede freie Minute habe ich auf diesem Platz verbracht“, so der ehemalige FC-Profi, der augenzwinkernd ergänzte: „Damit habe ich wohl zum schlechten Zustand beigetragen.“
Dank seiner und der großartigen Unterstützung verschiedener Stiftungen, Förder*innen und vieler privaten Spender*innen – auch aus der Nachbarschaft – startete im Februar 2023 die Sanierung. Die geräuschvollen Arbeiten wurden gespannt von den Kindern und Jugendlichen sowie den Anwohnenden verfolgt. Große Fahrzeuge und Maschinen sorgten für den Fortschritt der Bauarbeiten an der Jugendeinrichtung TeeNTown.
Als im Mai dann endlich die Eröffnung des herrlich grün strahlenden Kunstrasenplatzes stattfand, konnte man die Freude der Kinder und Jugendlichen nicht übersehen. Bis in die Abendstunden wurde gebolzt und trainiert.
Kurz darauf fand das erste Turnier auf dem neuen Rasen statt: der traditionelle Stegerwald-Cup. Hierbei handelt es sich um ein Turnier mit den umliegenden Grundschulen und den Besuchenden der Jugendeinrichtung TeeNTown.
Seitdem wird der Platz, der schon lange ein wichtiger Treffpunkt für Kinder und Familien der Siedlung war, noch ausgiebiger genutzt und stets gepflegt. Auch Bewohnende der Siedlung, die zum Teil selbst für das Projekt gespendet haben, kümmern sich um den Platz, damit er so lang wie möglich für die Siedlung erhalten bleibt.
Herzlichen Dank an alle, die dieses Engagement gefördert und damit realisiert haben.
Das CAPO in Bedburg ist in den gut drei Jahrzehnten seines Bestehens zu einem unverzichtbaren Treffpunkt der Jugend gewachsen. Dabei wurde die Einrichtung zu einer festen Institution für musikbegeisterte Jugendliche in ihrer Heimatstadt. Im CAPO steht die Förderung der Musik als jugendkultureller Schwerpunkt im Mittelpunkt aller Bemühungen.
Die Jugendeinrichtung zeichnet sich nicht nur durch seine langjährige Präsenz aus, sondern auch durch ein breit gefächertes Angebot, das den Bedürfnissen musikinteressierter Jugendlicher gerecht wird. Mit einem umfassenden Spektrum an Angeboten, vom Instrumentalunterricht bis zur Bandprobe, bietet das CAPO jungen Musiker*innen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu verfeinern und sich kreativ auszudrücken.
Talente fördern - Potenziale entfalten
Dabei geht es nicht nur um das Erlernen von Techniken, sondern auch um die persönliche Entwicklung und den Austausch innerhalb der musikalischen Gemeinschaft. Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, die Jugendlichen auf ihrem individuellen musikalischen Weg zu begleiten und zu unterstützen. Das CAPO versteht sich als Wegweiser, der die Talente seiner Mitglieder erkennt und fördert, um ihnen zu helfen, ihr volles Potenzial zu entfalten.
Das CAPO ist mehr als nur Musik.
Beeindruckende Auftritte sind dabei nicht nur das Ziel, sondern auch der sichtbare Erfolg der intensiven Betreuung und Förderung im CAPO, das nicht nur als musikalischer Treffpunkt, sondern auch als gemütlicher Rückzugsort zum Chillen, Abhängen oder für gemeinsame Gaming-Sessions dient.
Die Vielfalt der Angebote spiegelt die facettenreiche Welt der Jugendkultur wider und schafft einen Ort, an dem sich Jugendliche in ihrer Freizeit entfalten können.
