KJA Köln verleiht Umwelttaler 2026

21.05.26, 14:59
  • Jugendhilfe und Schule Jugendsozialarbeit Kathechese und Spiritualität Nachhaltigkeit Offene Kinder- und Jugendarbeit
Barbara Cremer
v.l.n.r.: Dr. Annette Boms (Umwelt- und Verbraucherschutzamt Stadt Köln), Milena Kleinz (Einrichtungsleitung JuZe4Teens), Daniel Vollmer (päd. Fachkraft Jugendwohnen St. Gereon), Bernd Rustemeyer (Geschäftsführer KJA Köln), Barbara Cremer (Nachhaltigkeitsbeauftragte und Pressesprecherin KJA Köln) (c) KJA Köln

Köln/Rhein‑Erft‑Kreis, 21. Mai 2026. Anlässlich des Internationalen Tages der Umwelt am 5. Juni hat die Katholische Jugendagentur Köln gGmbH (KJA Köln) den Umwelttaler 2026 verliehen. Mit diesem internen Nachhaltigkeitsaward würdigt die KJA Köln beispielhaftes Engagement von Kindern, Jugendlichen und Fachkräften, die sich im pädagogischen Alltag konsequent für Klima‑ und Umweltschutz einsetzen. 

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr die Projekte „Energie bewusst nutzen – fit für‘s selbstständige Wohnen“ des Jugendwohnens St. Gereon in Köln‑Höhenberg sowie der „Kleidertauschshop“ der Jugendeinrichtung JuZe4Teens in Bergheim‑Oberaußem. Beide Projekte zeigen eindrucksvoll, wie Nachhaltigkeit praxisnah, niedrigschwellig und langfristig in der Kinder‑ und Jugendarbeit verankert werden kann. 

Im Rahmen eines Pressegesprächs und der offiziellen Preisübergabe wurde deutlich: Nachhaltiges Handeln ist für junge Menschen dann wirksam, wenn sie es selbst erleben, mitgestalten und in ihren Alltag integrieren können.

Energiekompetenz als Schlüssel zur Selbstständigkeit

Das Projekt „Energie bewusst nutzen – fit für‘s selbstständige Wohnen“ vermittelt Jugendlichen im Jugendwohnen St. Gereon durch ein pädagogisches Bildungsangebot ein bewusstes Heiz‑ und Lüftungsverhalten. Ziel ist es, Energieverbrauch und CO₂‑Ausstoß zu reduzieren, Alltagskompetenzen zu stärken und auf ein eigenständiges, kostenbewusstes Wohnen vorzubereiten. Aktuell leben dort 56 junge Menschen im Alter von 15 bis 27 Jahren. „Nachhaltigkeit ist für uns kein Zusatzthema, sondern Teil einer lebenspraktischen Bildung. Wenn junge Menschen verstehen, wie ihr tägliches Verhalten zum Beispiel den Energieverbrauch beeinflusst, übernehmen sie Verantwortung – für sich selbst, für ihre Wohnsituation und für die Umwelt. Genau das gehört zu unserem pädagogischen Ansatz“, erläutert Daniel Vollmer, pädagogische Fachkraft im Jugendwohnen St. Gereon.

Der Kleidertauschshop im JuZe4Teens ist ein dauerhaftes, kostenloses und niedrigschwelliges Angebot für Kinder und Jugendliche. Gut erhaltene Kleidung kann unkompliziert abgegeben und mitgenommen werden. Ergänzt wird das Angebot durch kreative Upcycling‑Aktionen und Beteiligungsformate. Ziel ist es, bewussten Konsum zu fördern, soziale Teilhabe zu stärken und einen offenen Begegnungsort zu schaffen. Die Einrichtung in Bergheim-Oberaußem ist seit zehn Jahren in Trägerschaft der KJA Köln. „Unser Kleidertauschshop verbindet Umweltbildung mit sozialer Verantwortung. Kinder und Jugendliche erleben hier ganz konkret, dass nachhaltiges Handeln niedrigschwellig, solidarisch und wertschätzend sein kann. Pädagogisch ist es für uns besonders wichtig, dass die jungen Menschen selbst aktiv mitgestalten, reflektieren und Verantwortung übernehmen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass dies auch von der Jury gesehen wurde“, freut sich Milena Kleinz, Einrichtungsleitung des JuZe4Teens, über die Auszeichnung.

Der Umwelttaler ist mit jeweils 500 Euro pro Projekt dotiert. Die Preisgelder werden für weitere Upcycling‑Projekte im JuZe4Teens sowie für praxisnahe Mülltrennungssysteme mit Piktogrammen im Jugendwohnen St. Gereon eingesetzt. 

Über die Vergabe entschied eine Jury bestehend aus Dr. Annette Boms (Umwelt‑ und Verbraucherschutzamt Stadt Köln), Bernd Rustemeyer (Geschäftsführer KJA Köln) und Barbara Cremer (Nachhaltigkeitsbeauftragte und Pressesprecherin KJA Köln). 

Gefördert wird der Umwelttaler durch die Dr. Jürgen Rembold Stiftung.

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