..., haben unsere „Respekt Coaches“ die renommierte Extremismusforscherin Julia Ebner an das Berufskolleg Ehrenfeld (BKE) geholt.
Radikalisierung beginnt oft dort, wo Jugendliche sich sicher fühlen: im Netz. Um auf diese Herausforderung aufmerksam zu machen, haben unsere „Respekt Coaches“ Enis Anik und Christoph Nilles die renommierte Extremismusforscherin Julia Ebner in Kooperation mit dem Arbeitskreis Demokratiepädagogik an das Berufskolleg Ehrenfeld (BKE) geholt. Der Vortrag am 3. November 2025 war restlos besetzt: 200 Schüler*innen konnten live dabei sein, weitere Gruppen haben sich über den schulinternen Livestream dazugeschaltet.
„Gerade Jugendliche sind täglich mit manipulativen Inhalten im Netz konfrontiert“, sagt Julia Ebner. Es sei entscheidend, „‘Warnsignale‘ besser zu vermitteln, damit Jugendliche und die jüngste Generation eine größere Resilienz aufbauen.“ Bildungsarbeit könne viel bewirken: „Es ist eine enorm wichtige Arbeit, die einen riesigen Effekt haben kann, damit Radikalisierungsraten niedriger werden – und es ein tieferes Verständnis für das eigene Verhalten im Online-Raum gibt.“
Digitale Muster verstehen
Die Arbeit der „Respekt Coaches“ bestätigt die Forschungsergebnisse von Ebner: „Unsere Arbeit zeigt täglich, wie stark Jugendliche – aber auch ihr gesamtes Umfeld – von digitalen Einflüssen geprägt sein können“, so Enis Anik und Christoph Nilles. „Mit Angeboten wie dem Vortrag von Julia Ebner schaffen wir Räume, in denen junge Menschen lernen, digitale Inhalte kritisch zu hinterfragen – und Haltung zu zeigen.“ Bei ihrer Präventionsarbeit gehe es darum, Handlungsoptionen zu vermitteln, die präventiv wirken. „Die jungen Menschen sollen nicht nur sich selbst, sondern ihr gesamtes Umfeld besser schützen können.“
Dialog, Austausch und eine gesunde Debattenkultur: Diese wichtigen Faktoren der Präventionsarbeit werden auch an diesem Tag am BKE umgesetzt. Nach rund 50 Minuten Erkenntnisgewinn, geht Ebner bewusst in den Austausch und beantwortet Fragen der Teilnehmenden. „Radikalisierung passiert auf menschlicher Ebene“, so Ebner, „was aber auch Hoffnung macht.“

