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FERIEN ZU HAUSE:30-jähriges Bestehen in Heimersdorf

Gemeinsam feiern, zurückblicken und neue Erinnerungen schaffen.

Mit einem großen Fest rund um den Taborsaal feierte die Katholische Kirchengemeinde (KKG) Hl. Johannes XXIII. im Kölner Norden am vergangenen Wochenende das 30-jährige Bestehen von FERIEN ZU HAUSE in Heimersdorf. Zum Abschluss der zweiwöchigen Ferienmaßnahme kamen Kinder, Ehrenamtliche und Elternteile zusammen, um sich über aktuelle Erlebnisse auszutauschen, in Erinnerungen zu schwelgen und auf die Geschichte des Standortes zu blicken. Unter den Gästen waren auch viele ehemalige bekannte Gesichter und bereits die Kinder ehemaliger Teilnehmenden. Es zeigt sich: FERIEN ZU HAUSE gehört für viele Menschen fest zum Leben im Veedel dazu. „Damals wollten wir den Kindern hier ein gut betreutes Ferienangebot bereitstellen. Das daraus einmal 30 Jahre FERIEN ZU HAUSE werden, hätten wir uns wohl auch nicht vorstellen können“, blickt Christa Bochem, KV Mitglied KKG Hl. Johannes XXIII. und Mitbegründerin FERIEN ZU HAUSE Heimersdorf zurück.

Damals wie heute bietet FERIEN ZU HAUSE in Heimersdorf Platz für Miteinander, Kreativität und Ausprobieren. Die gute Vernetzung im Veedel und das Engagement der Ehrenamtlichen schaffen dabei auch Möglichkeiten für offene und kreative Projekte – wie etwa mit dem Museumsprojekt. Wie viel dabei entstehen kann, wenn Kinder gemeinsam Ideen entwickeln und unterschiedliche Fähigkeiten einbringen, zeigt das aufgeführte Theaterstück „Das verzauberte Abenteuer“. Darin müssen drei magische Wesen und ein Menschenkind zusammenarbeiten, um das verfluchte Zweihorn „Lulu“ zu retten. Erst als sie gemeinsam vertrauen und ihre unterschiedlichen Kräfte miteinander teilen, gelingt es ihnen, den Fluch zu lösen. In kleinem Maß spiegelt sich dort die Grundidee von FERIEN ZU HAUSE wider: Kinder erleben einen Ort, an dem sie gemeinsam gestalten können und ihre jeweiligen Interessen einbringen. 

Dass diese Idee drei Jahrzehnte überdauern würde, war nicht immer selbstverständlich. Räumliche und personelle Veränderungen, ebenso wie die Corona-Pandemie stellten das Ferienprojekt in Heimersdorf oftmals vor neue Herausforderungen. Der Bedarf und das Interesse an dem Angebot blieben jedoch.  Was 1996 mit der Aktion „GUT DRAUF“ begann, wuchs im Verlauf der Jahre immer weiter und nahm unterschiedliche Gestalten an. Gemeinsam mit örtlichen Jugendeinrichtungen, darunter seit 2004 die OT Magnet, entstand ein Ferienangebot, das Kindern eine verlässliche Ferienzeit im eigenen Stadtteil ermöglichen sollte. Diese erste Aktion wurde sehr gut angenommen und im folgenden Jahr erstmals das Konzept für FERIEN ZU HAUSE erarbeitet. „Uns ist wichtig, dass wirklich alle Kinder schöne Ferien erleben können. Aus einer kleinen Idee ist hier etwas ganz Großes geworden“, sagt Michael Oschmann, Diakon Pastorale Einheit im Kölner Norden. Zwischenzeitlich wurde diese Idee so groß, dass bis zu 500 Kinder vor Ort teilnahmen und die Ehrenamtlichen in Schichten arbeiteten. 

Heute gehört der Standort Heimersdorf mit FERIEN ZU HAUSE zum größten flächendeckenden Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche in Köln und dem Rhein-Erft-Kreis. Das Angebot wird in Kooperation von Kirchengemeinden und der Katholischen Jugendagentur Köln (KJA Köln) organisiert und ermöglicht Kindern unabhängig von ihrer sozialen oder finanziellen Situation eine abwechslungsreiche Ferienzeit. Bereits in den vergangenen Jahren konnten an den verschiedenen Standorten jährlich mehr als 1.000 Kinder erreicht werden. 2026 bietet FERIEN ZU HAUSE an insgesamt 11 Standorten und für insgesamt 19 Wochen in Köln und dem Rhein-Erft-Kreis ein ganztägiges, zuverlässiges und pädagogisch betreutes Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 14 Jahren an. 

Die KJA Köln hat im Frühjahr im Rahmen ihres Charity-Konzerts „Ding Hätz för Pänz“ zu Spenden für das Ferienprojekt aufgerufen. Die Unterstützung ist weiterhin möglich und hilft dabei, Kindern auch künftig unbeschwerte Ferienwochen zu ermöglichen.