Liebe Leser*innen,
heute erscheint unser KJA Köln kompakt 2024 mit Berichten aus den 100 Einrichtungen und Projekten unserer fünf Fachbereiche.
Aus Gründen der Nachhaltigkeit stellen wir unsere vielfältige Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen vorrangig digital dar.
In 2024 forderten uns u.a. drohende Kürzungen im sozialen Bereich sehr heraus. Wir schauen auf die Entwicklungen und reagieren, um auch weiterhin in Köln und dem Rhein-Erft-Kreis „Gutes verlässlich tun“ zu können.
Dank der kontinuierlichen und flexiblen Anpassung unserer Angebote sowie der täglichen Netzwerkarbeit mit sozialen Akteur*innen, Kooperationspartner*innen und Förder*innen werden wir auch in unsicheren Zeiten weiterhin verlässlich für junge Menschen da sein.
Die folgenden Seiten bieten Ihnen einen Überblick über unsere vielfältige Arbeit.
Herzlichst
Bernd Rustemeyer
Stöbern Sie durch unsere Berichte und gewinnnen Sie Eindrücke unserer täglichen Arbeit mit ca. 9.500 Kindern und jungen Menschen an Rhein und Erft.
Stand: 18.03.2025

Unsere Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) findet in stationären Einrichtungen, z.B. in Jugendeinrichtungen/Offenen Türen sowie in offenen Treffs, in aufsuchender und mobiler Form statt. Wir bieten jungen Menschen Freiräume und geben ihnen Raum für Erfahrungen und Selbstbildung. Wir helfen bei der Organisation sinnvoller Freizeitgestaltung und bei gesellschaftlichen Herausforderungen.

Bundestag, Fernsehturm, Olympiastadion: Eine Reise, die bleibende Erinnerungen hinterlässt
Vom 13. bis 18. Oktober 2024 fuhren Besucher*innen im Alter von 15 bis 19 Jahren der Jugendeinrichtungen TeenTown, Area 51, Support51 und HB 51 nach Berlin.
Abfahrt Sonntag 9:48 Uhr in Köln – Mit gepackten Koffern und voller Erwartung auf ein neues Abenteuer begann die Fahrt mit dem ICE in die Hauptstadt. 40 Jugendliche waren am Start und für viele war es das erste Reisen ohne Eltern. Auf die traditionelle Berlinfahrt, von denen die älteren Jugendlichen ihnen in den vergangenen Jahren so oft vorgeschwärmt hatten, haben sie sich schon lange gefreut.
Gleich am ersten Abend, nachdem die Zimmer bezogen waren, erkundeten die Jugendlichen mit den Betreuenden das nächtliche Berlin bei einem Spaziergang vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor. Ganz toll: Zufällig war das „Festival of Lights“ in vollem Gange! Die Hauptsehenswürdigkeiten erstrahlten in den buntesten Farbanimationen, dazu erklang musikalische Begleitung. Die Stadt war voller Leben. Dadurch kam direkt das richtige Weltstadt-Feeling auf – aber auch Respekt vor der pulsierenden Metropole.
Am nächsten Tag folgte die Gruppe der Einladung von Prof. Dr. Lauterbach in den Bundestag. Dort konnten die Jugendlichen einen wertvollen Einblick in die Arbeit des Parlaments erhalten. Denn: In allen Einrichtungen der KJA Köln stehen Partizipation und Demokratiebildung ganz oben auf der Agenda.
Auch die nächsten Tage stand Sightseeing als erstes auf dem Plan. Bei einer Bootstour auf der Spree konnte nochmals ein toller Überblick über die Stadt und ihre Möglichkeiten gewonnen werden. Genauso beim abendlichen Ausflug auf den Fernsehturm – dem höchsten Bauwerk der Bundesrepublik. Es war eine gute Gelegenheit zum Staunen und Selfies machen, auch wenn einigen in über 300 Metern Höhe doch etwas mulmig wurde.
Die Sportbegeisterten kamen bei einem Ausflug in das Olympiastadion auf ihre Kosten und konnten den DFB-Pokal im Original bestaunen. Nebenbei gewannen sie dort einen tiefen Einblick in die schrecklichen Strukturen und Wertvorstellungen der nationalsozialistischen Diktatur.
Vielfach bot sich die Möglichkeit, in kleinen Gruppen selbständig loszuziehen und die Hauptstadt Deutschlands auf eigene Faust zu erleben: Shopping in den großen Malls, Kennenlernen von Berliner Jugendlichen in den Kiezen, wie Kreuzberg oder Wedding, oder auch das Ausprobieren der kulinarischen Vielfalt, die Berlin zu bieten hat.
Am Abend fand sich die gesamte Gruppe wieder zusammen, um beim gemeinsamen Essen in den trendigen Lokalen von den Erlebnissen zu berichten und sich auszutauschen. In diesem Jahr wurden die Jugendlichen selbst zu Reiseführer*innen, indem sie vorher bei der Jugend angesagte Restaurants recherchierten und die Gruppe dorthin führten und in die Preisverhandlung einstiegen. Selbstredend durfte auch der Besuch der Jugendparties in der Matrix, Berlins angesagtem Szeneclub, nicht fehlen, denn Tanzen macht gute Laune.
In den OTs werden noch regelmäßig Geschichten und Erfahrungen aus Berlin erzählt und wie sehr es die Teilnehmenden genossen haben, endlich mal wieder etwas zu erleben. Viele Jugendlich wollen auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder mit! Die Fahrt konnte dank Unterstützung der Stadt Köln (Bezirksvertretung), der Stiftung „Dein Zuhause hilft“, dem Förderverein Pro HöVi, der Stiftung „Dein Herz lacht“, dem Stadtdechanten und dem Kinder- und Jugendhilfefonds der KJA Köln durchgeführt werden. Herzlichen Dank für die finanzielle Unterstützung, ohne die diese bleibenden Erinnerungen nicht möglich gewesen wären.

OT-Osterfahrt nach Föhr: Ein Beispiel für gelungene Offene Jugendarbeit
Mit 21 OT-Besucher*innen im Alter von 12 bis 17 Jahren starteten wir dieses Jahr mit Zug und Fähre zu einer unvergesslichen Osterfreizeit auf die Nordseeinsel Föhr. Die einwöchige Reise, organisiert von der OT (Offene Tür) Haus der Jugend in Köln-Höhenhaus, bot nicht nur Abenteuer und Erholung, sondern zeigte auch eindrucksvoll die Stärke und Bedeutung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.
Die Gruppe, die sich aus jungen Menschen mit vielfältigen kulturellen, familiären und ökonomischen Hintergründen zusammensetzte, spiegelte die Diversität der Stadtteile Höhenhaus und Dünnwald wider. Untergebracht waren wir in der familiären Jugendherberge Wyk auf Föhr mit direktem Zugang zum Strand, einem Bolzplatz vor der Tür und großzügigen Gruppenräumen, wie einem Aufenthaltsraum mit Tischtennis und Kicker, und bot damit die perfekte Basis für die Freizeit. Sie schaffte nicht nur einen sicheren und gemütlichen Rahmen, sondern auch reichlich Platz für gemeinsame Aktivitäten und Entspannung. Das Programm war ebenso vielfältig wie die Gruppe selbst. Zu den Highlights gehörten eine Inselrundfahrt, ein Vortrag über die biologische Vielfalt der Insel, Bernstein schleifen, ein Nachmittag auf der Kegelbahn nur für uns, Kart fahren und Ausflüge in die wunderschöne Inselstadt Wyk. Besonders stolz waren wir darauf, dass die Jugendlichen bei vielen Aktivitäten Eigeninitiative zeigten: Ausflüge mit dem Rad oder zu Fuß in das Inselstädtchen oder zum Mittagessen in das Pfannkuchen-Haus wurden eigenverantwortlich und unabhängig organisiert. Diese Erfahrung half den Jugendlichen, Selbstständigkeit zu entwickeln und ihre persönlichen Fähigkeiten zu stärken.
Besonders beeindruckend war die Dynamik innerhalb der Gruppe. Durch die gemeinsamen Erlebnisse entstanden enge Freundschaften und viele Jugendliche wuchsen über sich hinaus. Die Freizeit bot nicht nur Spaß, sondern auch einen Raum, um neue Lebenskompetenzen zu entwickeln und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Zurück in Köln brachte ein 14-jähriger Teilnehmer die Stimmung der Osterfahrt auf den Punkt:
„Das war die beste Zeit meines Lebens!“
Die Jugendfreizeit der OT wurde maßgeblich durch die finanzielle Unterstützung des Pfarrvereins der Kirchengemeinde Zur Heiligen Familie in Köln-Höhenhaus ermöglicht. Dank dieser Förderung konnte sichergestellt werden, dass auch Jugendliche mit wenig finanziellen Mitteln die Möglichkeit zu Urlaub und Erholung erhalten. So wurde für sechs Teilnehmende mit Köln-Pass ein stark reduzierter Beitrag angeboten. Diese gezielte Förderung unterstreicht den integrativen Ansatz, der in der Offenen Arbeit eine zentrale Rolle spielt. Besonders erfreulich ist, dass die finanzielle Unterstützung des Pfarrvereins auch für die Osterfahrt 2025 zugesichert wurde, trotz steigender Kosten. Die Beliebtheit und der Bedarf des Angebots wurden erneut deutlich: Die OT-Osterfahrt für 2025 war innerhalb von zwei Wochen komplett ausgebucht.
Die Rückmeldungen von Jugendlichen, Betreuenden und Eltern waren durchweg positiv. Viele beschrieben die Freizeit als prägend und bestärkend – eine Erfahrung, die über den Alltag hinausgeht und soziale Integration fördert. Auch für den Alltag der OT Haus der Jugend sind Freizeiten, wie die Osterfahrt, ein wichtiger Bestandteil für die Stärkung der Beziehungsarbeit zwischen Mitarbeitenden und Jugendlichen, die weitere Prozesse ermöglicht.
Die OT-Osterfahrt nach Föhr ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Offene Jugendarbeit Jugendliche aus unterschiedlichen Lebenswelten zusammenbringt, soziale Kompetenzen stärkt und unvergessliche Erlebnisse schafft. Mit der Unterstützung des Pfarrvereins blicken wir mit Vorfreude auf das nächste Jahr und darauf, weiterhin jungen Menschen wertvolle Erfahrungen ermöglichen zu können.

Erleuchtung des Veedels: Bolzen verbindet Pänz aus aller Welt
Seit dem letzten Jahr schmückt ein herrlich grünstrahlender Kunstrasenplatz das Außengelände der Kinder- und Jugendeinrichtung TeeNTown. Als zentraler Treffpunkt der Siedlung für Kinder und Jugendliche spielen sie dort über die ganze Woche hinweg gemeinsam. Einige nutzen ihn sehr diszipliniert, um ihrem Traum, Fußballprofi zu werden, ein Stück näher zu kommen. Darüber hinaus fand in diesem Frühjahr auch wieder der traditionelle Stegerwaldcup auf dem neuen Kunstrasen statt. Bei diesem Fußballturnier spielten Kinder aus der Katholischen Grundschule Horststraße, der Montessori Grundschule Ferdinandstraße und TeeNTown um den heißbegehrten Pokal. Auch in regelmäßigen Angeboten fanden immer wieder kleine Turniere statt.
Mit dem sehr robusten und spieltauglichen Untergrund trotzt der beliebte Kunstrasen allen Wetterbedingungen. So lassen sich die motiviertesten auch nicht von Wind und Wetter abhalten. Ab diesem Jahr heißt es sogar: „Schluss mit Winterpause!“
Mit dem letzten Teil der Spenden für die Errichtung des Kunstrasenplatzes war im April 2024 das Stadionfeeling komplett: Mit vier Flutlichtmasten wurde der gesamte Platz ab Sonnenuntergang beleuchtet, sodass der Leidenschaft vieler Kinder und Jugendlichen in und um die Stegerwaldsiedlung – Fußball – nichts mehr im Wege steht.

Der Fachbereich Jugendsozialarbeit (JSA) unterstützt junge Menschen in besonderen Lebenslagen. Wir erarbeiten mit ihnen Perspektiven für ihre ganzheitliche Entwicklung. Dies passiert u.a. in der Schulsozialarbeit, über Einrichtungen des Jugendwohnens, der Jugendmigrationsarbeit und bei Beratungsangeboten der Berufshilfe.
Jugendwohnen schafft WERT-volle Räume
Von August bis Oktober 2024 stand das Jugendwohnheim St. Ursula ganz im Sinne der Umgestaltung. Mit freundlicher Unterstützung der Initiativen „Wir sind stark“ und „Wunschpunkte für Kinder“ konnten wir unter dem Motto „WERT-volle Räume für benachteiligte und geflüchtete junge Frauen" gemeinsam die Räume im Jugendwohnen St. Ursula in Porz in eine moderne Wohlfühloase für die Bewohnerinnen verwandeln.
Das Team stellte sich gemeinsam mit den Bewohnerinnen die Frage, wie sie leben wollen, was sie brauchen und was ihnen wichtig ist. Aus den Antworten kreierten sie mit Unterstützung der Innenarchitektin Fariba Alai neue Räume, in denen es nicht nur darum ging, sich wohlzufühlen, sondern ebenso Partizipation, Gemeinschaft und Austausch zu fördern. So wurden funktionale und altbackende Gestaltungselemente einladend durch moderne Möbel, frische Farben, atmosphärische Lichter und gemütliche Accessoires ausgetauscht.
Demokratie und Wertschätzung leben
Ein wichtiger Teil des Projekts war die Einbindung der jungen Menschen. In Form von Treffen und Umfragen versuchte das Team, sich mit den Bewohnerinnen über Farbmöglichkeiten, Möbel- oder Einrichtungsideen abzustimmen. Am Ende sollten die jungen Frauen Gemeinschaftsräume in ihrem Zuhause erhalten, die ganz ihren Bedürfnissen und Wünschen entsprechen. Ihre Priorität galt dabei, dass es „stylisch“ wurde, sie zukünftig Spiele spielen, Filme gucken, Musik hören und „chillen“ können. Somit lag der Fokus in dem Projekt auf der Gestaltung eines Wohnzimmers und eines Partyraums im Keller.
„Eine schöne und wertschätzende Wohnumgebung hat positiven Einfluss auf das Wohlbefinden und die Entwicklung der jungen Menschen“, freute sich Henrike Boy, Einrichtungsleiterin des Jugendwohnen St. Ursula, über die erfolgreiche Umgestaltung.
„Viele der hier lebenden jungen Frauen stammen aus prekären familiären Verhältnissen und tragen erhebliche psychische Herausforderungen, wie posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), Depressionen und Panikattacken, mit sich, die oft auf traumatische Erfahrungen in ihren Herkunftsländern oder gewaltvolle Erlebnissen in der Familie zurückzuführen sind. Bereits während der Umgestaltung waren die positiven Effekte erkennbar. Die jungen Frauen sahen sich wertgeschätzt und in ihren Bedürfnissen gesehen, sie sahen sich selbst als wichtigen Teil einer Gemeinschaft und nahmen die einladende Atmosphäre der neuen Räume sofort begeistert an“, führte sie weiter aus.
Das Projekt zeigte, welchen großen Einfluss die Gestaltung von Räumen auf Menschen haben kann. Gerade für Einrichtungen, die einen sicheren Wohlfühlort für junge Menschen darstellen sollen, können die Auswirkungen einer einladenden und „warmen“ Raumgestaltung einen weitaus größeren Effekt haben, als man vielleicht denkt. Wir möchten uns daher ganz herzlich bei den Förder*innen bedanken. Das Lächeln der Bewohnerinnen, als sie das erste Mal die neuen Räume sahen, war unbezahlbar.

Mental Health Coaches - Sagen was ist, tun was hilft!
Die SINUS-Jugendstudie 2024 – „Wie ticken Jugendliche?“ der Bundeszentrale für politische Bildung zeigt alarmierende Ergebnisse: „Jugendliche sind besorgter denn je.“ Des Weiteren bleiben die psychischen Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland auf einem hohen Niveau.
In einer Welt, die von Polykrisen und Unsicherheiten geprägt ist, stehen junge Menschen vor einer Vielzahl an Herausforderungen. Der Klimawandel, schulischer Leistungsdruck, die Risiken sozialer Medien und persönliche Probleme erzeugen eine enorme mentale Belastung. Diese Vielschichtigkeit der Probleme spiegelt sich im wachsenden psychischen Druck wider, den Jugendliche heute erleben.
Doch trotz der widrigen Umstände gibt es auch Hoffnung: Laut der Studie bewahren viele Jugendliche einen bemerkenswerten Optimismus. Um diese Stärke zu erhalten und ihnen eine Orientierungshilfe zu bieten, können Mental Health Coaches an Schulen eine entscheidende Rolle spielen: Die Arbeit von Mental Health Coaches zielt darauf ab, psychische Gesundheit zu fördern und Tabus zu brechen. Sie sensibilisieren für Themen wie Angst, Depression und Stress, um einen offenen Umgang mit psychischen Herausforderungen zu ermöglichen. Die Schüler*innen erfahren, wie sie ihre mentale Gesundheit aktiv stärken und Warnsignale erkennen können. Gleichzeitig schaffen Mental Health Coaches ein Klima des Vertrauens, das es Jugendlichen erleichtert, über belastende Themen zu sprechen.
Psychische Gesundheit verdient Aufmerksamkeit
Das Programm Mental Health Coaches wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Seit dem 01.09.2023 wird das Programm an dem Adolf-Kolping-Berufskolleg im Rhein-Erft-Kreis durch die KJA Köln umgesetzt. Die primärpräventiven Angebote werden von der Mental Health Coachin, Josina Jansen, M.A. Psychologie, eigenständig durchgeführt. Beim Klettern z.B. zeigt sich gemeinschaftliche Verbundenheit, individuelle Stärke, Überwindung von Ängsten und die Zufriedenheit, wenn man das Ziel erreicht hat.
Die ersten Evaluationen belegen die hohe Relevanz des Programms. Projektbeteiligte heben hervor, wie dringend notwendig und wertvoll das Angebot für Schüler*innen ist. Zudem zeigen sich große Zufriedenheit und ein deutlicher Wunsch nach einer Ausweitung des Projektes. Dieses Programm unterstreicht eine wichtige Botschaft: Psychische Gesundheit verdient Aufmerksamkeit und es ist keine Schwäche, Hilfe anzunehmen. Vielmehr ist es eine Stärke – und genau das brauchen Jugendliche, um ihre Zukunft mit Zuversicht zu gestalten.
„Dies ist ein kleines Programm. Was Sie geleistet haben, ist richtig, richtig groß. Ich bin sehr beeindruckt von den Erfolgen Ihrer Arbeit“, lobt Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Aktuell gibt es 80 Mental Health Coach Standorte. Es wurden 51424 Jugendliche erreicht und 1400 Gruppenangebote durchgeführt.
Weitere Informationen zum Modellvorhaben „Mental Health Coaches“ finden Sie unter www.mental-health-coaches.de.

Erster Jugendhilfe-Talk im Rhein-Erft-Kreis
Im Spätsommer veranstaltete die KJA Köln ihren ersten Jugendhilfe-Talk unter dem Motto „Wie geht es Kindern und Jugendlichen im Rhein-Erft-Kreis?“. Ziel der Veranstaltung war es, die Lebenssituation junger Menschen in der Region zu beleuchten und gemeinsam mit Fachkräften, politischen und kommunalen Vertreter*innen und Interessierten Lösungsansätze für aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu entwickeln. Der Abend bot zahlreiche Impulse und Anregungen für die Zukunft.
Wie geht es jungen Menschen im Rhein-Erft-Kreis?
Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, wie es jungen Menschen aktuell mit den multiplen Krisen unserer Zeit geht. Ein Impulsvortrag von Selina Säger, Vorstehende der Landesarbeitsgemeinschaft katholischer Jugendsozialarbeit, die anschließende Diskussionsrunde und der Austausch verdeutlichte die vielfältigen Herausforderungen, denen junge Menschen begegnen – von sozialer Ungleichheit, psychischen Belastungen bis hin zur Frage, wie Kinder und Jugendliche trotz veränderter Lebenswelten bestmöglich Unterstützung erhalten können. Ein zentraler Aspekt war dabei, wie die Jugendhilfe diesen Herausforderungen wirksam begegnen kann.
Bedingungen für ein gutes Aufwachsen
In der Diskussion wurde deutlich, dass es klare Rahmenbedingungen braucht, um Kindern und Jugendlichen ein gesundes und selbstbestimmtes Aufwachsen zu ermöglichen. Dazu gehören stabile soziale Netzwerke, verlässliche Bildungsangebote, Freizeitmöglichkeiten und nicht zuletzt eine starke Jugendhilfe, die auf die individuellen Bedürfnisse der jungen Menschen eingehen kann. „Es wurde klar, dass ein abgestimmtes Zusammenspiel von Familie, Schule, Jugendhilfe und Zivilgesellschaft notwendig ist, um Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine gute Startbedingung ins Leben zu bieten“, betonte KJA Köln-Geschäftsführer Bernd Rustemeyer.
Warnung vor den Folgen von Kürzungen
Ein Augenmerk legten die etwa 40 Anwesenden auf potenzielle Konsequenzen von Haushaltskürzungen im sozialen Bereich. Die Mitarbeitenden der KJA Köln warnten eindringlich davor, dass Einsparungen gerade in diesem Bereich langfristig verheerende Folgen für das Aufwachsen junger Menschen haben könnten.
„Wenn in der Jugendhilfe gespart wird, riskieren wir nicht nur die Zukunftschancen junger Menschen, sondern auch den sozialen Frieden in unseren Kommunen“, betonte Daniel Könen, Regionalverantwortlicher der KJA Köln für den Rhein-Erft-Kreis. „Es ist auch weiterhin notwendig, dass alle beteiligten Akteur*innen – von den Kommunen bis zur Landespolitik – erkennen, dass in die Zukunft der jungen Generation investiert werden muss.“
Fazit und Ausblick
Die Veranstaltung verdeutlichte, dass ein starkes Bündnis von Politik, Fachkräften und Gesellschaft notwendig ist, um den Herausforderungen, denen junge Menschen in der Region gegenüberstehen, gerecht zu werden. Um den begonnenen Dialog zu intensivieren, findet der nächste Jugendhilfe-Talk im Rhein-Erft-Kreis bereits am 8. Mai 2025 statt.

Gruppenstunden, Ferienfahrten, Aktionen, Ministrant*innen, Jugendverbände – die Angebote der kirchlichen Jugendarbeit vor Ort sind vielfältig und bunt! Unsere Jugendreferent*innen des Fachbereiches territoriale und verbandliche Jugendarbeit (TUV) begleiten Jugendgruppen und verantwortliche Menschen vor Ort und bieten Aktionen, Beratung und Qualifizierung.
72-Stunden-Aktion 2024 - “Uns schickt der Himmel”
Die größte deutschlandweite Sozialaktion des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend)
Die 72-Stunden-Aktion ist eine Sozialaktion des BDKJ und seiner Verbände. In 72 Stunden werden dabei in ganz Deutschland Projekte umgesetzt, die die „Welt ein Stückchen besser machen“. Die Projekte greifen politische und gesellschaftliche Themen auf, sind lebensweltorientiert und geben dem Glauben „Hand und Fuß“.
Das Besondere daran: Es gibt kaum Einschränkungen oder Vorgaben, so lange man sich an dem Motto der Aktion “Die Welt ein kleines Stückchen besser machen” orientiert. Ob Aktionen zu Themen wie soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, oder Integration, oder handwerkliche Projekte wie das Renovieren eines Spielplatzes oder das Herrichten von verwaisten Gräbern, bzw. Stadtteil Cafés oder Charity-Flohmärkte, den Ideen der Aktionsgruppen sind keine Grenzen gesetzt. Unterstützung erhalten sie dabei von den Koordinierung-Kreisen (Ko-Kreise) ihrer Städte und Regionen.
Der planerische Startschuss zur diesjährigen 72-Stunden-Aktion fiel in Köln bereits 2023, als sich um den BDKJ Stadtvorstand ein Ko-Kreis aus verschiedenen Verbandsmitgliedern und dem BDKJ Köln bildete. Junge Menschen aus der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ), dem Bund der St. Sebastianus Schützenjugend (BdSJ), der Malteser Jugend und der DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg) fingen an, sich erste Gedanken zum Ablauf der kommenden Aktion zu machen. Anfang 2024 entschieden sich dann immer mehr Gruppen aus Köln und dem Rhein-Erft-Kreis, mit einer Aktionsidee an der 72-Stunden-Aktion teilzunehmen und meldeten sich an.
Am Ende fanden im Mai 18 Aktionen in Köln und zehn Aktionen im Rhein-Erft-Kreis statt. Damit haben im gesamten Erzbistum ca. 3000 Menschen an der 72-Stunden-Aktion teilgenommen, in Köln ca. 400 und im Rhein-Erft-Kreis ca. 200 Kinder und Jugendliche.
Die Vielzahl und Kreativität der Aktionsgruppen ist kaum darzustellen, darum benennen wir im Folgenden zwei Aktionen exemplarisch:
Der DPSG Stamm Rumenthorp errichtete ein Lager an einem Altenheim und bot zahlreiche Aktivitäten wie gemeinsames Kochen, ein Kino mit Popcornmaschine, Gesangsrunden und die Gestaltung eines Mosaiks an. Zudem verschönerten sie das Außengelände mit Bänken und Nistplätzen. Besonders bereichernd war der lebendige Austausch zwischen Jung und Alt.
Der BDKJ Pulheim beeindruckte mit vielen kleinen Aktionen direkt in Pulheim. Besonderes Highlight war jedoch die Kooperation mit dem Eifel-Zoo, welcher am Aktionssamstag von den Kindern und Jugendlichen bei vielen kleinen Projekten unterstützt wurde. So wurden Insektenhotels gebaut, der Spielplatz renoviert und Wegweiser für den Zoo gebaut.
Was wir bei allen Besuchen und gemeinsamem Vorplanungen immer wieder feststellen:
Durch eine Aktion wie die 72-Stunden-Aktion werden Gruppen noch mal so richtig gestärkt. Sie packen gemeinsam an, sie bewältigen gemeinsam große und kleine Aufgaben und am Ende kommt immer etwas Gutes dabei heraus, Vieles davon kann man direkt im Veedel sehen.


#toDUdo - Wertvolle Impulse auf Insta
Die Sommerferien sind für alle, die in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, eine aufregende, aber auch anstrengende Zeit. Viele Jugendliche und junge Erwachsene investieren während dieser Wochen – wenn andere Urlaub machen – ehrenamtlich viel Zeit, Kraft und Engagement in Angebote für Kinder und Jugendliche aus ihrem Stadtteil. Sie planen und begleiten Freizeiten, Lager und Angebote für die Kids vor Ort.
Dabei fallen unzählige Aufgaben an, die abgearbeitet werden müssen. Die eigenen Energiequellen im Blick zu behalten und das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren, kann dabei eine echte Herausforderung sein.
Unter dem #toDUdo gab es auf dem Instagram-Kanal @jugendleiter_in des Fachbereichs Territoriale und verbandliche Jugendarbeit während der Sommerferien praktische Impulse.
Jeden Donnerstag wurden Beiträge mit wertvollen Tipps, Denkanstößen, Tools für den Alltag im Ehrenamt und Ideen zur Selbstreflexion geteilt.
Unser Ziel: Jugendleiter*innen in den Verbänden, Gruppierungen vor Ort und ehrenamtlich Engagierten kompakte und praxisnahe Impulse anzubieten.
Folgende Themen wurden angesprochen:
Zeitmanagement = Wie nehmen wir Zeit wahr? Was kann uns beim Sortieren helfen? Was sind meine Prioritäten? „Ca. 28,8 Millionen Menschen engagierten sich 2019 in Deutschland freiwillig in ihrer Freizeit. Bei 14 bis 29-jährigen liegt der Anteil der Engagierten bei 42,0 %. Engagierte investieren in der Regel 2-6 Stunden für ihr Ehrenamt.“
Motivation = Was motiviert mich selbst und wie motiviere ich andere? „Wenn mir nichts schwerfällt und alles ganz leicht von der Hand geht, nennt man das FLOW.“
Fehlerkultur = Fehler – sind die erlaubt? Wie gehe ich oder wie geht meine Gruppe damit um? Aus welchem Fehler hast du richtig was gelernt? „Penicillin ist durch einen Fehler entdeckt worden!“
Stressbewältigung = Was löst Stress aus und wie kann ich dem vorbeugen? „Gestresste Tomaten machen richtig Lärm. Nur können wir die Frequenz nicht hören!“
Grenzen setzen = Wie gelingt das mit dem Grenzen setzen? Kann ich auch mal ohne ein schlechtes Gewissen NEIN sagen? „Abgrenzung bedeutet, die eigenen Bedürfnisse zu definieren und dafür einzustehen!“
Nachzulesen sind die Posts in unseren Highlights auf dem Instagram Account des Fachbereichs Territoriale und verbandliche Jugendarbeit @jugendleiter_in.

Unser Fachbereich Jugendhilfe und Schule (JHS) verbindet die Schule mit außerschulischer Bildung. Wir wollen Schüler*innen in ihrer Entwicklung fördern und helfen, Benachteiligungen zu verringern. Dazu liegt uns und der Schule der staatliche und gesellschaftliche Auftrag für Erziehung, Bildung, Betreuung und Förderung zugrunde.

Olympische Sommerferienwochen
Parallel zu den in Paris offiziell stattfindenden Olympischen Spielen wurden an vier Schulen der KJA Köln in den Ferienwochen der olympische Gedanke im Kleinen aufgegriffen. In Kooperation mit dem Team der KJS NRW (Kinder- und Jugendsportschule NRW) wurden diverse olympischen Angebote im kleinen Rahmen umgesetzt.
„Dabei sein ist alles“ war das Motto der Woche. Neben verschiedenen Sportangeboten wurden für die Kinder Kooperationsspiele bereitgehalten, denn nicht die Leistung des Einzelnen stand im Vordergrund, sondern vor allem der Teamgeist und Zusammenhalt.
Die Kursleitungen erklärten die Bedeutung der Symbole und Rituale rund um die olympischen Spiele, wie z.B. die Ringe und die Fackel.
Zum Auftakt und zum Abschluss der Woche haben die OGS Kinder der Anna-Langohr-Schule und Riphahnstraße gemeinsam die Olympischen Spiele mit einem Fackellauf und selbstgestalteten Fahnen eröffnet und feierlich beendet.
Gemeinsames Grillen auf dem Schulhof und Essen an einer langen Tafel rundeten die Veranstaltung ab. „Es soll wieder eine OGS-Olympiade geben“, wurde von den Kindern am Ende lautstark gefordert.

Start der Inklusionsbegleitung bei der KJA Köln
Anfragen gab es von Kooperationsschulen immer wieder: Kann die KJA Köln nicht an unserem Standort die Schulbegleitung übernehmen? Könnt ihr nicht bei uns mit dem Angebot einsteigen? Schlussendlich fiel innerhalb der KJA Köln nun die Entscheidung, sich diesem wachsenden Bedarf der Inklusionsbegleitung zu stellen und dieses Feld als Jugendhilfeträgerin auch zu besetzen.
Beginnend mit dem Schuljahr 2024/25 startete ein Team von zwölf Personen und einer Koordinatorin mit der Tätigkeit als Inklusionsbegleitung an der KGS Am Portzenacker. Die Dünnwalder Grundschule arbeitet seit vielen Jahren vertrauensvoll mit der KJA Köln als Ganztagsträgerin in der OGS und der Schulsozialarbeit zusammen. Neu hinzu gekommen ist das Feld der Inklusionsbegleitung im Fachbereich Jugendhilfe und Schule mit der Fachberaterin Miriam Segoviano.
Inklusionsbegleitung hat zur Aufgabe, Kinder und Jugendliche an inklusiven Schulen im Ganztag zu begleiten, da diesen Kindern ohne Unterstützung eine Teilnahme am regulären Unterricht nicht möglich wäre. Das bedeutet, dass alle Kinder gemeinsam miteinander lernen können.
Doch was macht eine Inklusionsbegleitung den ganzen Tag? Sie betreut ein bis zwei Kinder. Grundlage dabei ist der intensive Beziehungsaufbau. Ziel der Begleitung ist es, sich überflüssig zu machen. Bis dahin – ein oft jahrelanger Prozess – unterstützt die Person das Kind beim Lernen, beim sozialen Miteinander, leitet das Kind im Alltag an. Ein großer Bereich ist das Einüben von Emotions- und Verhaltenskontrolle. „Dazu benötigt man ein großes Methodenspektrum. Was z.B. für ein Kind mit Autismus-Spektrum-Störung gilt, kann für das nächste Kind die total falsche Herangehensweise sein. Die tägliche abwechslungsreiche Arbeit geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Schule und der OGS“, berichtet Wilotta, Inklusionsbegleitung der KJA Köln.
Da der Bedarf in diesem Feld stetig steigt, wird es aller Voraussicht nach zukünftig an weiteren Standorten -die in der Trägerschaft der KJA Köln liegen- Inklusionsbegleitungen geben.
Freude schenken zu Ostern an der OGS Riphahnstraße
Als treue Kooperationspartnerin beschenkte uns die KZVK (kirchliche Zusatzversorgungskasse) in Köln auch in diesem Jahr wieder reich.
Die Kinder der OGS Riphahnstraße durften sich für ihre jeweilige OGS-Gruppen bis zu 10 Spiele oder Spielzeuge wünschen. Vor den Osterferien bastelten die Kinder bunte Anhänger und schrieben ihre Wünsche darauf.
Gemeinsam mit den beiden Schulsozialarbeiter*innen und der OGS-Leitung fuhren einige Kinder dann in die Geschäftsstelle der KZVK und hängten ihre Wünsche, nach einer kleinen Stärkung mit Getränken und Gebäck, an die bunten Ostersträuße im Eingangsbereich des Gebäudes.
Nach den Osterferien begrüßten die Kinder der Riphahnstraße die Mitarbeiter*innen der KZVK zu einem Besuch in der OGS mit einem Frühlingslied und machten sich für die Suche nach den Geschenken bereit.
Aufgrund der Wetterlage wurden kurzerhand zwei Klassenräume in eine Suchlandschaft verwandelt. Bis in die kleinsten Winkel mussten die Kinder suchen, teilweise mit Unterstützung der anwesenden Mitarbeitenden der KZVK.
Anschließend durften die Kinder alle Geschenke mit in ihre jeweilige OGS-Gruppe nehmen, wo seitdem regelmäßig mit ihnen gespielt wird. Danke an die KZVK für diese tolle Frühlingsaktion.


Chaosspiel im Rahmen der Projektwoche an der Nelson-Mandela-Schule
Am 25. Juni 2024 fand an der Nelson-Mandela-Schule in Köln Buchheim ein besonderes Highlight innerhalb der Projektwoche statt: das Chaosspiel. Alle Klassen sowie die jeweiligen Klassenleitungen nahmen an diesem aufregenden Geländespiel teil, bei dem in Gruppen auf dem Gelände versteckte Nummernkarten mit verschiedenartigen Aufgaben gesucht und „abgearbeitet“ werden mussten.
Das Chaosspiel ist ein dynamisches und interaktives Spiel, das darauf abzielt, die Wahrnehmung, Handlungsschnelligkeit und Teamarbeit der Teilnehmer*innen zu verbessern. Die Schüler*innen bildeten klassenweise Teams. Das Ziel bestand darin, innerhalb einer vorgegebenen Zeit verschiedene Herausforderungen und Aufgaben zu bewältigen, die sowohl Geschicklichkeit als auch strategisches Denken erforderten, z.B. mussten die Gruppen eine Plane, auf der alle Gruppenmitglieder*innen standen, so oft wie möglich zusammenfalten, ohne dass eine mitspielende Person den Boden neben der Plane berührte. Andere Aufgaben waren beispielsweise fünf Bundesländer zu nennen oder sich der Größe nach zu sortieren, ohne dabei zu sprechen.
Die Aufgabenkarten waren auf dem Außengelände und in der Turnhalle versteckt. Die Erledigung der eigenen Aufgaben, aber auch die Beobachtung der anderen Gruppen fordern die Konzentration und die soziale Interaktion unter den Schüler*innen.
Die Begeisterung und der Spaß waren während des gesamten Spiels deutlich spürbar. Lachen und Jubel erfüllten den Schulhof, während die Schüler*innen mit voller Energie ihre Herausforderungen meisterten.
Insgesamt war das Chaosspiel ein großer Erfolg und ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten. Es zeigte, wie wichtig Gemeinschaft, Zusammenarbeit und Selbstwirksamkeit im schulischen Kontext sind. Es gibt Highlights, die wiederholt werden dürfen. Unbedingt sogar und gerne in 2025!

Spiel ohne Grenzen Vol. IV: Ein Tag voller Spaß, Teamgeist und Geschicklichkeit
Am 5. Oktober 2024 verwandelte sich die Dreifachturnhalle der Gesamtschule Pulheim in eine Bühne für spannende Herausforderungen. Im Rahmen der Veranstaltung "Spiel ohne Grenzen" traten Schüler*innen der 5. bis 8. Klasse aus insgesamt zehn weiterführenden Schulen des Rhein-Erft-Kreises gegeneinander an. Dabei stand der Spaß im Vordergrund – doch auch Teamgeist und Geschicklichkeit waren gefragt.
Die schulübergreifenden Teams, die mit kreativen Namen wie „BVB Nuggets“, „Käsebrot“, „Mutige Toiletten-Tieftaucher“ und „No Name“ antraten, kämpften in einem vielseitigen Wettbewerb um den Gesamtsieg. Die Teilnehmer*innen waren bunt gemischt, was die Veranstaltung zu einem besonders inklusiven und gemeinschaftlichen Erlebnis machte. Neben sportlichem Ehrgeiz ging es darum, als Team zusammenzuwachsen und Herausforderungen gemeinsam zu meistern.
Das Team „Mutige Toiletten-Tieftaucher“ setzte sich am Ende des Tages durch und durfte den Sieg feiern. Sie überzeugten nicht nur durch Geschicklichkeit und sportliche Leistung, sondern auch durch ihren ausgeprägten Teamgeist. So sicherten sie sich den Hauptpreis der Veranstaltung: Jedes Gruppenmitglied erhielt ein kleines Gesellschaftsspiel.
Einen weiteren Höhepunkt des Tages stellte die Vergabe des Fairness-Wanderpokals dar. Auch in diesem Jahr ging diese Auszeichnung an das Gymnasium in Frechen, das sich durch vorbildliches Verhalten auf und neben dem Spielfeld hervortat.
Diese tolle Veranstaltung konnte dank der Unterstützung der Kreissparkasse Köln und in Kooperation mit unserem Partner SPORTAG stattfinden.
Die Veranstaltung war wieder einmal ein voller Erfolg – ein Tag gefüllt mit Spiel, Spaß und spannenden Wettkämpfen. Ein Tag, der gezeigt hat, wie wichtig Zusammenarbeit und Teamgeist sind. Mit Spannung wird bereits das nächste Jahr erwartet, wenn es heißt: "Spiel ohne Grenzen Vol. V". Bis dahin bleibt der sportliche und faire Wettbewerb in bester Erinnerung.

Zweitägige Pädagogische Klausurtagung im Fachbereich Jugendhilfe und Schule mit Fokus auf "Aktives Handeln"
Vom 20.11. bis 21.11.2024 trafen sich die OGS-Leitungen mit ihren Fachberatungen im Haus Altenberg zu zwei Klausur-Tagen.
Um weitere Interventionsmöglichkeiten für den Arbeitsalltag an die Hand zu bekommen, begleitete die externe Referentin Beate Haverkamp vom conversio Institut durch den ersten Tag. Am Folgetag lag der Fokus auf dem noch immer als vorbildlich geltenden Führungsstil des Polarforschers Ernest Shackleton. Dieser bewahrte seine Crew in einer nahezu aussichtslosen Situation durch klare Führung und Strukturvorgaben, wie z.B. Aufgabenverteilung, in der Arktis vor dem sicheren Tod.
Zum Ausklang der zwei intensiven Tage erhielten die OGS-Leitungen praktische Impulse zur Stärkung der Teamarbeit in der OGS vor Ort.

Der Fachbereich Katechese und Spiritualität (KUS) entwickelt Angebote für junge Menschen, die sich mit ihrer Spiritualität, dem Glauben und der Kirche auseinandersetzen. Jugendliche können ihre eigene Spiritualität erfahren und erleben und als einen Weg für das eigene Leben entdecken. Dabei liegt ein Schwerpunkt der Angebote in der Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung.

Auf dem Weg zur inneren Stärke: Boxen als Teil der Firm-Vorbereitung
Auf den ersten Blick erscheinen Boxen und Spiritualität oft als Gegensätze: Boxen wird mit körperlicher Härte, Stärke und Wettkampf assoziiert, während Spiritualität für innere Ruhe, Ausgeglichenheit und Selbstreflexion steht. Doch bei genauerer Betrachtung lassen sich erstaunliche Parallelen zwischen diesen beiden Bereichen entdecken.
Im Ring – wie auch im Leben – ist Spiritualität häufig die unsichtbare Kraft, die uns antreibt und weiterwachsen lässt. Viele Boxer*innen finden in der Spiritualität ihre mentale Stärke. Vertrauen in sich selbst, Achtsamkeit im Hier und Jetzt sowie Teamgeist sind Kräfte, die einem*r Boxer*in helfen können, selbst in den härtesten Momenten nicht aufzugeben. Der legendäre Muhammad Ali sagte einmal: „Der Kampf beginnt nicht im Ring, sondern in deinem Kopf.“ Diese Worte verdeutlichen, wie entscheidend der Glaube an sich selbst und die mentale Stärke sind – nicht nur im Boxring, sondern auch im Leben. Ali lebte seine Spiritualität offen und sah darin die Quelle seiner Stärke. Er berichtete, dass er durch seinen Glauben vor Kämpfen Ruhe, Konzentration und Vertrauen fand und Ängste überwinden konnte.
Diese Verbindung von körperlicher und geistiger Stärke bildete auch die Grundlage eines innovativen Firm-Projekts: Boxtraining als Teil der Firm-Vorbereitung. Es ging dabei nicht nur um körperliche Fitness, sondern auch um die Stärkung des Geistes. Die Firmlinge lernten durch die körperlichen Herausforderungen, Disziplin zu entwickeln, sich selbst besser kennenzulernen und innere Ruhe zu finden. Im Mittelpunkt stand die Gabe des Heiligen Geistes, die die Jugendlichen anspornte, mutig und stark im Glauben zu sein und auch in schwierigen Momenten standzuhalten.
Ein besonders spannender Bestandteil des Firm-Projektes war das Boxtraining im MAYLIFE Studio unter der Leitung von Olympiasieger und Botschafter der KJA Köln Torsten May. Hier erfuhren die Firmlinge aus erster Hand, wie eng körperliche Stärke und geistige Kraft miteinander verbunden sind und wie sich diese Synergie positiv auf das Leben auswirken kann.

„Aufgeschlagen - Bibel im Zelt“: Eine interaktive Reise durch die Bibel
Die „Bibel im Zelt“-Mitmachausstellung in der CRUX Kirche bot in diesem Jahr eine besondere Gelegenheit, die Bibel auf eine ganz neue und lebendige Weise zu erleben. Inspiriert von der biblischen Erzählung, in der Gott sein Zelt unter den Menschen aufschlug, um ihnen nahe zu sein, öffnete auch diese Mitmachausstellung ihre Türen und lud Jugendliche, junge Erwachsene und Mitarbeitende ein, nicht nur zu lesen, sondern die Bibel aktiv zu erfahren.
Die Mitmachausstellung ermöglichte einen frischen Zugang zur Bibel und bot eine moderne, interaktive Perspektive auf die Schriften, die Grundlage des christlichen Glaubens. Viele Schulklassen, Firmgruppen und Kleingruppen nutzten die Gelegenheit, die biblischen Erzählungen zu entdecken – und das weit über die bekannten Geschichten von Adam und Eva oder der Weihnachtsgeschichte hinaus. Die Teilnehmenden erfuhren, dass die Bibel viel mehr zu bieten hat und ihre Geschichten in der heutigen Zeit immer noch von großer Bedeutung sind.
Die Mitmachausstellung war in insgesamt neun spannende Themenbereiche unterteilt: Schrift, Schöpfung, Offenbarung, Landschaft, Gebet, Jesus Christus, Liebe, Prophetie & Sendung sowie Psalmen. Jeder dieser Bereiche bot den Teilnehmenden ein einzigartiges Erlebnis, das durch den gezielten Einsatz von Tablets und QR-Codes ergänzt wurde. Mithilfe von Audio- und Videobeiträgen konnten die Teilnehmenden tiefer in die biblischen Themen eintauchen und die Inhalte auf eine neue, multimediale Art und Weise verstehen.
Die „Bibel im Zelt“-Mitmachausstellung zeigte eindrucksvoll, dass die biblischen Schriften alles andere als verstaubt oder fern sind. Sie sind lebendig und relevant im Hier und Jetzt. Die Mitmachausstellung wurde zu einem Ort der Begegnung, der Inspiration und des Glaubens, an dem die Teilnehmenden die tiefere Bedeutung der Bibel auf eine sehr persönliche und aktive Weise entdecken konnten. Es war ein einzigartiges Erlebnis, das den Glauben nicht nur zur Theorie machte, sondern ihn spürbar und erlebbar in den Alltag der Menschen brachte.

Jugendmusiktag 2024: Ein musikalisches Comeback
Der Kölner Jugendmusiktag 2024, der am 15. Juni in Köln-Bickendorf stattfand, war ein mitreißendes Event, das rund 130 Jugendliche und 12 Referent*innen zusammenbrachte. Nach den Herausforderungen der letzten Jahre bot der Tag eine einzigartige Gelegenheit, Netzwerke neu zu knüpfen und die Begeisterung für Kirchenmusik zu entfachen.
In verschiedenen Workshops und Coachings konnten die Teilnehmenden ihre musikalischen Fähigkeiten auf das nächste Level heben – sei es durch klassische Chorarbeit oder kreative „Vocal Painting“-Sessions. Der Höhepunkt des Tages war das „Werkstattkonzert“, bei dem die Ergebnisse der Workshops vor einem begeisterten Publikum präsentiert wurden. Besonders eindrucksvoll war das Zusammenspiel von Band und Bläsersektion, die dem Konzert einen kraftvollen Sound verliehen.
Der Jugendmusiktag war nicht nur ein Fest der Musik, sondern auch eine Einladung, die Kirchenmusik neu zu entdecken.

Redaktionelle Mitarbeit 2024
Der KJA Köln kompakt spiegelt die vielfältige und qualitative Arbeit unserer ca. 650 Mitarbeitenden an 90 Standorten und Projekten in Köln und dem Rhein-Erft-Kreis. Ihnen gebührt an dieser Stelle ein großes Dankeschön und unsere Hochachtung.
Agnes Jusinski, Lea Hößl, Florian Mercier, Kirsten Schmitz, Henrike Boy, Josina Jansen, Daniel Könen, Dennis Weitemeier, Lukas Bitzer, Jan Schmidt, Tina Klein, Miriam Segoviano, Elisabeth Bleeker, Silke Dobiczek, Berthold Feldmann, Bettina Simon.