Jeder fünfte junge Mensch ist arm

Mitmachausstellung zum Thema "Armut" von Jana Merkens in Köln

Findet man in diesen Tagen den Weg ins Jugendpastorale Zentrum CRUX (St. Johann Baptist, Südstadt), begegnet man Szenen aus dem Leben. Figuren der Künstlerin Jana Merkens stellen manchmal provokant, manchmal hinterfragend Armutssituationen in Deutschland dar. „Wir wollen mit dieser Ausstellung gerade junge Menschen dazu einladen, sich mit dem Begriff Armut und den verschiedenen Ursachen auseinander zu setzen“, sagt Christiane Heite von der KJA Köln. Die Ausstellung und die Mitmachstationen wurden so konzipiert, dass ein lebendiger Dialog zustande kommen kann. „An einer Station haben die Besucher die Aufgabe, mit dem Hatz IV-Regelsatz von 416 Euro im Monat eine 4-Köpfige Familie satt zu bekommen“, beschreibt Kristell Köhler vom CRUX und ergänzt: „Dabei werden viele Aha-Momente auftreten und wir können dort ansetzen und sensibilisieren“.

 

Die Ausstellung soll Verständnis für die Situation von Menschen erzeugen, die von Armut betroffen sind. Wichtig ist den Verantwortlichen, Selbstbewusstsein zu vermitteln, zu erkennen, ich bin als Mensch wertvoll, ich werde von meinem Gott getragen, auch dann, wenn ich selber von Armut bedroht bin oder in Armut lebe.

 

Zusammen mit der KJA Bonn hat die Künstlerin Jana Merkens die Ausstellung konzipiert. Seit 2015 gastiert sie vornehmlich dort, wo junge Menschen anzutreffen sind. Die Themen Hartz IV und Obdachlosigkeit begegnen Jana Merkens hautnah während ihrer Hospitation in deutschen Jobcentern und während ihrer Zeit in den USA.

 

Noch bis zum 18. Oktober kann die Mitmachausstellung täglich zwischen 9 und 18 Uhr von Jugend- und Erwachsenengruppen besucht werden.

Eine Führung bedarf der vorherigen Anmeldung bei Marcus Konrad, 0221 921335-34.     

 

Eine Veranstaltung des CRUX Köln, der Schulpastoral im Erzbistum Köln und uns.

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